Autorin

Cecelia Ahern

Übersetzt von Christine Strüh

Cover


Inhalt

Jasmine wird von ihrem Job freigestellt und bekommt ein ganzes Jahr für sich. Das will sie allerdings keineswegs, denn diese Freistellung entstand gegen ihren Willen. Dennoch ist sie jetzt auf sich gestellt und muss sich mit sich beschäftigen. Eine eigentliche Businessfrau die auf einmal zu sich finden soll. Innerhalb dieses Jahres, das alle vier Jahreszeiten innehat trifft sie des Öfteren ihren Nachbar Matt Marshall, den sie eigentlich auf den Tot nicht ausstehen kann. Im diesem Jahr lässt ihn seine Frau allein und auch er verliert seinen Job. Nach und nach begegnen sich die zwei immer wieder und lernen sich besser kennen. Doch auch Monday, ein Headhunter, der Jasmine für einen Job bewerben will taucht bald öfters in ihrem Leben auf und stellt ihre Gefühlswelt auch völlig auf dem Kopf.

Review

zu den Charakteren

Die Charaktere sind im Großen und Ganzen ziemlich interessant gestallten, weisen aber irgendwie den typischen Stil von Cecelia Ahern auf: deprimiert, frustriert und meist anstregend.

 

 

Jasmine

Zu Beginn wirkt sie sehr engstirnig und einsam. Also wirklich krass einsam. Sie beobachtet schließlich ihre Nachbarn, in ihrem Trauer-Jahr. Sie lässt sich richtig gehen und wirkt überhaupt nicht richtig engagiert. Vorher war sie das ja angeblich übertrieben, gut, dass sich das nach und nach gibt und man sie erträgt. Aber bisher wirkten alle (ich kenne nur zwei weibliche) Protagonisten immer sehr verzweifelt und frustriert. Was nicht heißt, das ich Jasmine nicht mochte, denn zum Ende hin war sie mir schon sehr sympathisch.

 

Matt Marshall

Ganz am Anfang hab ich ihn absolut nicht ausstehen können. Er war schließlich der laute Nachbar, der alkoholisiert von der Arbeit Heim kommt und seine Frau anschreit und wach macht. Und auch seine Nachbarn. doesen Doch mit der Zeit lernt man ihn lieben und amn hat das Gefühl, man will immer mehr von ihm erfahren und auch endlich diesen Brief von seiner Frau an ihn lesen. Er hat sogar wirklich tolle Seiten gezeigt, sodass mir die Wendung am Ende etwas missviel.

 

Heather

Sie bekommt mit der Zeit eine richtig große Rolle, also für Jasmine scheint sie ja eh eine sehr große Rolle in ihrem Leben einzunehmen. Sie ist klasse, selbstbewusst und trotz ihrme Down-Syndrom hat man das Gefühl, dass sie ihr Leben besser im Griff hat als Jasmine. smile

 

Monday

Er kommt relativ 'mittig' in der geeschichte vor, also ich sag das jetzt so, weil seine Rolle für mich eher sehr klein wirkte. Aber er ist wirklich sehr wichtig, was ich zum Ende hin nicht mehr toll finde. Aber er hat eine klasse Art an sich, er schient sehr durchdacht zu sein und wirkt irgendwie glaubwürdig.

 

Andere

wie Jasmines Vater, Zara (ihre kleine 3jährige Schwester) und auch deren Mutter (somit auch die Neue von Jasmines Vater), Jasmines Cousin Kevin, Freunde von Jasmine und weitere sind immer mal wieder dabei und lassen Jasmines trauriges Leben so richtig schön traurig erscheinen. Das ist toll gemacht, aber nervt etwas. So was ist nicht ganz meines, so was wirkt auf mich… trostlos und einsam anstatt unterhaltend.

zum Inhalt

Im allgemeinen ist das Buch okay, aber kein Reiser.

 

Ich muss sagen, dass sich die ersten Kapitel für mich wahnsinnig gezogen haben. Ja, man lernt Jasmine kennen, wie sie tickt was ihre Gedanken sind, denn offensichtlich ist ihr das Thema Tot sehr wichtig. Aber mir war das zu viel des Guten.

 

Vor einem, oder zwei? Jahr/en habe ich das Buch bereits schon einmal begonnen und es nach dem ersten Kapitel zur Seite gelegt, nicht weil ich es nicht lesen wollte, sondern weil ich total abgeturnt war. Das erste Kapitel zieht sich etwas, was aber sicher nur mir so geht. Manch andere mögen so was und ich hab auch nichts gegen eine Einleitung. Aber etwas gegen lange Einleitungen.

 

Ab dem 3. Kapitel geht es etwas bergauf, aber dennoch wirkt das Buch recht kühl. Dass sie ihren Nachbar mit 'Sie' betitelt finde ich auch sehr eigenartig. Ob es im englischen auch so gedacht ist, oder ob sie da dann mit DU angefangen hat? Also erkennt man das im englischen? Kann man da das Sie und Du trennen? Denn die sitzen ja nicht, so wie wir. schulterzuck Ist ja beides 'You' bei ihnen.

 

Das Buch hat immer wieder einen kleinen Lichtblick, schwächt dann aber wieder ab.

Dann freit sie sich an ihren Garten zu sein, sich mit ihrem Nachbar zu unterhalten und dann… dann ist der andere Nachbar doof, den anderem geht es schlecht und sie hat mit Mitleid oder sie regt sich alt über Matt auf.

 

Ich finde es ganz besonders schlimm, dass man immer wieder das Gefühl bekommt, dass zwischen Matt und Jasmine etwas ist, etwas besonderes. Keine Liebe, keine richtig tiefe Zuneigung. Aber hin und wieder hab ich gedacht, warum packt er sie nicht einfach und küsst sie.

 

Ich mochte Matt sehr irgendwie, zum Ende hin. Er war so… schlau. Er wusste wie Jasmine über ihn denkt, kannte sie richtig gut und durchschaute sie schnell, kam sau gut mit ihrer Schwester zurecht und hat immer wieder Ratschläge von Jasmine angenommen im Bezug auf seine Kinder.

 

Das alles fand ich toll, aber es frustrierte auch immer wieder. Ich weiß nicht, ob das Absicht war und ob jeder einfach immer wieder der Meinung war, da kommt eh nichts und darf auch gar nicht, weil es komisch ist, aber… ach, keine Ahnung!

 

Was kann ich noch sagen?

Das Buch ist lesenswert, denn es hat viele Weisheiten, verstrickt in Blumen-Sätzen - die mich selber richtig genervt haben. Ich werde es aber nicht empfehlen, weil es für mich einfach nicht den gewissen Reiz hatte.

Ich hab es nicht bereut zu lesen, war aber hin und wieder froh, dass ich es recht schnell lesen konnte und dann fertig hatte. schulterzuck

 

Mein Fazit: Ganz nett