Immer wenn es Sterne regnet

Susanna Ernst

Mary und Jeremy kennen sich bereits seit dem sie klein sind, doch haben die Jahre sie auseinander gebracht - was ihnen auch ganz lieb war, denn ihre gemeinsame Zeit war alles andere als rosig. Inzwischen sind sie erwachsen und wie es das Schicksal will führt es sie wieder zusammen und auf eine Reise durch die Zeit, denn Mary findet Briefe einer alten Liebe der 20er Jahre und will ihr auf den Grund gehen.

Review

zu den Charakteren

Unglaublich gut beschriebene Charaktere, dessen Welt man mit einem mal näher kennen lernen will - und es ja auch tut. :)

 

 

Mary

Ich glaube bis zum Ende hin wurde ich nicht richtig warm mit ihr. Keine Ahnung warum, sie hatte immer klare Gedanken und handelte okay - manchmal sehr spontan und unüberlegt. Aber das brachte sie weiter und brachte sie aus ihrem Trott, aus ihrer schützenden Hülle, brach ihre Mauer… - was auch immer ihr hören wollt. :DD

Aber irgendwas an ihr lies mich nicht in sie eindringen, sie wirkte oft verschlossen - auch wenn man in der Ich-Form gelesen hat.

Ach schwer zu beschreiben...

 

Jaremy

Jaremy hingegen mochte ich recht schnell, er hatte irgendwie Temperament und Charme. Er wirkte sehr verletzlich, sehr in sich gekehrt und brach dann aus sich heraus. Er lies wirklich alles fallen, er öffnete sich nach und nach wie ein offenes Buch (in einem Buch – verrückt! lach2). Und dann seine Geschichte… zwar wirkte sie 'oh, es muss ja jetzt was tragisches kommen um ihn zu erklären!', aber es war halt so und es war eine tolle Geschichte! furchtbartraurig

Ich mochte ihn nach jedem Kapitel ein bisschen mehr. verliebt

 

Adam

Der gute, junge und alte Adam. Irgendwie war er faszinierend, irgendwie ein typischer Träumer, aber ich wollte seine Geschichte hören. Und dass man das lesen und erfahren konnte fand ich klasse. Ich fand es immer wieder toll, wenn man aus der Vergangenheit lesen konnte, auch wenn es nachher weniger wurde - was ich völlig okay fand, denn irgendwann wollte ich nichts mehr hören nur noch die Lösung haben. :D

Er hatte eine tolle, rührende Geschichte, die ich echt klasse beschrieben fand! smile

 

Eliah

Er war von Anfang an ein Rätsel. Das fand ich aber toll. Woher kam er? Was hatte er vor? Die letzte Frage war recht bald beantwortet, was nicht verkehrt war. Aber dennoch fragte man sich, woher er kam. Immer und immer wieder versuchte ich zu verstehen wer er ist, aber ich kam bis zum Ende nicht drauf. Nur dann kam ein leichter Schimmer, der eine Ahnung aufblitzen lies - aber irgendwie auch wiederum nicht.

Ich fand ihn aber dennoch toll. :D

 

Andere

Zu diesen anderen zählen Rob (Jaremys Freund und Kollege), Amy und Caro (Marys Freunde), Marys Vater, Jeannine (Jaremys Ex-Freundin) und weiter - die mir jetzt auf Anhieb nicht einfallen. Da alle diese Personen viel zu kurz kommen kehre ich sie nun unter einen Teppich. smilesmile Sie sind alle Bestandteil der Geschichte und einige unter ihnen dann doch mehr als erwartet - überraschender Weise. hehe

Ich mochte nur wenige unter ihnen, darunter die Freunde von Jaremy und Mary, der Rest war eher da und fast unerträglich. Aber auch nur fast. zunge2

zum Inhalt

Ein mitreisendes Buch, dass einen schmunzeln, grübeln und vor allem mitfühlen lasst! top

 

Der Anfang war sehr angenehm, es gab kurze Kapitel und man hat sie schnell gelesen, man kam richtig gut in die Geschichte rein. Das gefiel mir ausgenommen gut. Es war halt der typische Einstig, der allerdings gelungen war.

 

Dann wurden die Kapitel länger und auch etwas langatmiger. Das gefiel mir weniger. Es gab zwar immer wieder schnelle Handlungen in den Kapiteln, aber dennoch gab es Passagen die einfach zu lange erwärmt und beschrieben wurden. So was mag ich gar nicht, so was lässt mich dann auch Pausen einlegen und längere Zeit nicht weiter lesen. So war es dann auch hier. Ich hab länger an dem Buch gelesen als ich sollte. Das war super schade. Denn das Buch an sich gefiel mir echt super gut, aber wenn man dann so lange braucht um den Punkt einer Sache zu erreichen, dann wird es mir sehr oft sehr langweilig und schade weiter zu lesen.

 

Doch gegen Ende, die letzten 20 Seiten, oder so hab ich mich dann ran gehalten, sodass die letzten 140 Seiten (oder so) an einem Tag gelesen wurden. Das hatte aber auch den Grund, dass ich mir die Zeit genommen hab und ich halt krank zu Hause lag. smile

 

Die letzten Seiten waren voller Emotionen und voller klärender Worte. Die Suche ging dem Ende entgegen, die Lösung wurde preisgegeben… so was lässt einen dann auch gern weiter lesen und gespannt warten was denn jetzt der Autor/die Autorin sich bei allem gedacht hat. Ich liebe das! verliebt

 

Ich hab die letzten Seiten über fast pausenlos geweint. Ungelogen. Die Erklärung, die Erkenntnis und ganz besonders eine bestimmte Sache haben mich umgehauen, denn damit hab ich dann nicht mehr gerechnet und es hat mich so getroffen (auf eine schöne Weise), dass alles was damit zu tun hatte einfach nur noch zum Weinen schön war.

Ich mag es bei Büchern zu weinen, denn das ist nochmal etwas ganz anderes als bei Filmen. Bei Filmen ist es meistens die Hintergrundmusik die dich dann zum Weinen bringt, oder hilft, dass du sentimental wirst. Aber bei Büchern müssen es Worte sein, Erlebtes, muss es auch etwas mit dir machen (vielleicht auch etwas sein, dass du kennst oder nur im entferntesten kennst). Und es liegt seeehr stark am Autor, dass du weinst, denn wenn der die Vorgeschichte nicht gut beschreibt, so kannst du dich schlussendlich nicht auf so etwas einlassen und dich nicht in die Charaktere hineinversetzen - und mit ihnen weinen, oder dank ihnen!

 

Demnach kann ich nur noch sagen, dass das Ende mich zu meiner jetzigen Bewertung getrieben hat und Jaremy. Denn dieser Charakter ist mit Abstand der Beste im gesamten Buch. Und einer der wenigen die ich in Büchern immer wieder bewundere und liebe. Ich finde ein jedes Buch sollte solche Charaktere haben - doch nur die wenigsten haben sie. Aber nun hat auch 'Immer wenn es Sterne regnet' einen solchen Charakter. Einer der berührt, einer mit Geschichte, einer mit Charakter eben! smilesmile

 

Ich kann das Buch nur empfehlen. ABER eher an die mit dem weichem Herz, mit dem Hauch an Interesse am etwas Übernatürlichem und einfach mit dem Drang zum Drama. zwinker

Ein klasse Buch, zum genießen, auch wenn es Momente gab an denen ich nicht weiter lesen konnte - weil es mir zu langatmig wurde (ich muss es nochmal sagen! mundzu)

 

Mein Fazit: Super