Autorin

Colleen Hoover

Übersetzt von Katarina Ganslandt

Cover


Inhalt

Layken zieht mit ihrer Mutter und ihrem kleinem Bruder von Texas nah Michigan. Nach dem Tot ihres Vaters können sie das Haus in Texas nicht mehr bezahlen und müssen somit in ein kleineres Haus ziehen. Außerdem wohnt in Michigan eine gute Freundin von ihrer Mutter, die ihrer Mutter zu dem auch noch einen gutbezahlten Job garantiert.

Am ersten Abend lernt Lakyen den Nachbar Will kennen und merkt schnell, dass sie sich in ihn verliebt hat. Offensichtlich teilt er diese Gefühle. Nach ihrem drittem Tag und erstem Date scheint Lakyen nicht glücklicher zu sein. Doch als dann der Alltag und somit für Lakyen die Schule beginnt scheinen den beiden Steine in den Weg ihrer Liebe zu legen.

Review

zu den Charakteren

Obwohl das Buch in der Ich-Form geschrieben ist merkt man sofort, dass jeder Charakter seine Persönlichkeit hat. Man kann jedem seine Gefühle abkaufen, man schließt jeden auf seine eigene Art und Weise ins Herz.

 

 

Layken

Der Hauptcharakter, im 1. Teil, und mit der man alles durchlebt. Ich finde man schließt sie direkt ins Herz, man verbindet sofort etwas mit ihr. Ich kann gar nicht beschreiben, was genau ich an ihr mochte - ob es ihr Humor war, ihre hin und wieder impulsive Art oder einfach auch ihre Ruhe die sie manchmal ausstrahlte. Vielleicht war es ja auch alles. Ich weiß es echt nicht. Ich mochte einfach wie gut man sich in sie hineinversetzen konnte.

 

Will

Er scheint ein ganz schönes Schnittchen zu sein, wenn man Laykens Beschreibungen die sie von anderen Mädchen beschrieb. Anscheinend würden nämlich alle Mädchen (außer sie natürlich) ihn als heiß beschreiben. Ich mochte seine Art in jeder einzelnen Sekunde des Buches. Er war richtig ein Typ zum schwärmen, der aber nie als Macho erschien. Nein, er war einfach der perfekte Liebhaber.

 

Julia

Laykens Mutter war für mich nach den ersten Sätzen etwas schwer einzuschätzen. Aber je mehr ich von ihr lesen durfte um so mehr sah ich meine Mutter in ihr. Sie hat ebenfalls einen wundervollen Humor. Aber ihre ernsten Worte hin und wieder und die ganzen guten Ratschläge... anbet Sowas wünscht man sich doch echt, dass jemand einen so durchs Leben begleitet. Ganz besonders mochte ich ihre Reaktion auf Kels Aussage, als was er gehen will zu Halloween. Perfekt.

 

Eddie

Laykens neue Freundin, die sie in der Schule kennen lernt. Nachdem man soooo viel von Eddie erfährt muss man sie einfach lieben. Aber eigentlich mochte ich sie bereits seit ihren ersten Sätzen. Sie ist so direkt, so wundervoll ehrlich. Sie ist klasse. Ich kann gar nicht beschreiben wie toll ich sie finde. Aber ich finde sie RICHTIG toll.

 

Kel & Caulder

Die beiden geben dem Buch/der Geschichte das was sie braucht. Ein paar Lacher und amüsierte Grinser. Die zwei machen jedes noch so ernste Thema so herzallerliebst zu etwas natürlichem, dass man sich manchmal wünscht die zwei einfach zu drücken. Sie sind einfach zu toll und haben die echt verrücktesten Ideen.

 

Gavin, Nick & Joel

Sie sind alle drei für mich zwar besonders auf ihre Art und Weise, aber ich will nicht den Rahmen sprengen. Eddies Freund, Gavin, ist zuckersüß und einfach liebenswert.

Nick, der ein Freund von Eddie, Gavin und dann ja auch Layken ist finde ich sehr süß. Aber er hatte nur kurz eine etwas besondere Rolle und war dann einfach nur noch da.

Und Joel hat einen besonderen Platz in meinem Herzen, als Eddies Adoptivvater. Er ist klasse, er ist menschlich, er ist wundervoll.

zum Inhalt

Empfohlen wurde mir das Buch von einer Arbeitskollegin, die ich zu einer sehr guten Freundin zähle. Sie hat mir sehr über das Buch vorgeschwärmt. Von dem ganzem Hype, dass das Buch anscheinend schon vorher hatte, habe ich nichts mitbekommen.

 

Ich bin mit gemischten Gefühlen an das Buch heran gegangen.Ich konnte mir schließlich nichts ausmalen. Aber das finde ich ganz besonders gut an dem Klappentext, er verrät das WICHTGSTE nicht und das werde ich hier nicht sagen - auch, wenn es der Handlung viel abschlägt (kann man das so sagen?). Ich fände es eigentlich wichtig, wenn ALLE alle dieses kleine Detail aus ihrer Rezension lassen - um das Buch nicht jeden direkt zu versauen.

 

Denn als ich DIESE Wendung im Buch gelesen hab, habe ich zuvor echt mit ALLEM gerechnet, aber nicht DAMIT.

Gott, warum muss ich in Großbuchstaben schreiben? oerx

Ich mochte es einfach im Buch, in dieser einen Situation selber zu erfahren. Und ich habe es zwar kurz bevor er es sagte gewusst und mich drauf gefreut, dass er es sagen würde, aber dennoch... dieses Detail ist so wichtig, ich finde das sollte man einem nicht vorweg verraten.

 

Aber dann, nachdem ich das gelesen habe, dachte ich kurz bei mir: Wie wollen die das denn umsetzen. Dass ist doch eigentlich kein wirklich guter Inhalt, weil es eher unrealistisch ist - es kommt einfach zuuu selten vor, dass man es glaubwürdig finden/schreiben könnte.

Colleen Hoover hat mich vom Gegenteil überzeugt und das sooo wundervoll, dass der Rest des Buches einfach an meinen Augen klebte - oder meine Augen an dem Buch, ist ja egal.

 

Das Buch ist mit so einer wundervollen Idee beschmückt, mit sooo wundervollen Texten, dass es mich umgehauen hat. Ich war wirklich hin und weg und bereue nun etwas, dass ich fast 2 Wochen brauchte um das Buch zu lesen, nachdem ich angefangen hab. Ich hab eher abends im Bett gelesen. Erst am Freitag (22.05.2015) habe ich es im Bus von Darmstadt nach Köln zu ende gelesen. Und mir am Samstag direkt den zweiten Teil (Point of Retreat (Weil Ich Will Liebe)) geholt - bei dem ich jetzt bei Kapitel 11 angekommen bin, nach zwei Tagen.

 

Etwas was ich an Colleen Hoovers Schreibstil besonders mag ist ihre Einfachheit. Das kling vielleicht gemein, aber ich finde das durchaus beeindrucken. Ich schreibe selber - was vielleicht der ein oder andere weiß - und finde es daher sehr wundervoll zu sehen, dass es selber einfache Schriftsteller/Autoren zu etwas bringen können. Ihr Schreibstil erinnert mich fast an meinen eigenen, ich bin zwar (noch) nicht so perfekt wie sie, aber ich sehe durchaus sehr starke Parallelen.

Die Protagonisten haben ein echt bescheidenes Leben zu meistern, will ich mal so sagen. Es ist fast schon grenzwertig wie krass sich da die Schicksale überschneiden und, dass da immer was passiert. Dass Layken echt vom Leben gefi***t wurden ist. Sorry, aber ich kann es nicht verharmlosen, denn es ist echt verdammt bescheiden, was die arme durchmachen muss. Ich hab echt oft geweint und manchmal nicht nur so, dass mir die Tränen in den Augen schimmerten, nein manchmal echt so, dass ich Rotz und Wasser geweint hab - oder aber bevor es aus mir gebrochen ist ich das Lesen bewusst unterbrochen hab um tief ein und aus zu atmen, eh ich weiter lesen konnte.

Denn obwohl es fast manchmal unrealistisch klingt, diese Gefühle übermannen einen dann doch übelst, auch wenn man denkt der armen Layken kann man doch nicht noch mehr Leid antun.

 

Das Buch beinhaltet Gedicht-Texte die auf einem Poetry-Slam Abend vorgetragen werden. Ich bin ein riesen Fan von Poetry-Slams und dass das Buch die Art von Lyrik so großartig aufgreift mag ich sehr. Es zieht sich über das ganze Buch. Das mag ich.

 

Außerdem gibt es noch etwas, dass sich über das Buch zieht. Will sagt ganz oft den Satz „Das ist keine gute Idee“. Ich liebe es, wenn ein Satz öfters kommt. Das macht irgendwie alles etwas spannender, etwas aufregender und vor allem löst es in mir ein Kribbeln aus. Und dieses Kribbeln ist ganz besonders schön zum Ende hin. verliebt

 

Zum Schluss kann ich eigentlich nicht mehr viel sagen. Außer vielleicht: LEST DAS BUCH. Hört euch nicht das Hörspiel an, ich finde diese besonderen Gefühle kann man ich rüber bringen. Man muss sie lesen um sie auf seine eigene Weise zu spüren und mitzufühlen.

 

Mein Fazit: Super